Von Cormac McCarthy | Rowohlt Verlag | ISBN: 978-3-499-24358-5
Llewelyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines Drogendeals, der schiefgegangen ist – und damit zwei Millionen Dollar Bargeld. Er nimmt das Geld. Damit beginnt eine Jagd ohne Gnade. Denn Anton Chigurh, der Mann, der das Geld zurückwill, ist kein normaler Krimineller. Er ist eine Kraft der Natur, unerbittlich wie das Schicksal selbst.
Cormac McCarthy, einer der bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart, erschuf mit „No Country for Old Men“ (2005) einen modernen Western-Klassiker. Der alte Sheriff Ed Tom Bell kommentiert das Geschehen aus einer Distanz, die zugleich Weisheit und Ohnmacht ausdrückt: Ist die Welt immer so brutal gewesen, oder hat sich etwas verändert?
Die Sprache ist karg, ohne Anführungszeichen, ohne Ornamenten – und gerade dadurch von erschütternder Wucht. McCarthy seziert den amerikanischen Mythos von Freiheit und Gewalt mit chirurgischer Präzision.
Der Roman wurde von den Coen Brothers verfilmt und gewann vier Oscars, darunter Bester Film 2008. Wer den Film kennt, findet im Buch noch mehr Tiefe. Ein Meisterwerk der modernen Literatur.
Taschenbuch | 352 Seiten | Rowohlt Verlag | 2007 (dt. Erstausgabe)

Franz Becker –
McCarthy schreibt wie kein anderer. Die karge, direkte Sprache ohne Schnörkel passt perfekt zur brutalen, offenen Landschaft von Texas. Anton Chigurh ist eine der beängstigendsten Figuren der modernen Literatur. Das Buch übertrifft sogar den großartigen Film.
Marlene Groß –
Intensiv, düster, unnachgiebig – genauso wie das Amerika, das McCarthy beschreibt. Kein Land für alte Männer ist kein Western im klassischen Sinn, sondern eine philosophische Meditation über Gewalt und Moral. Große Literatur!