Von Larry McMurtry | Heyne Verlag | ISBN: 978-3-453-05478-1
Calamity Jane, Wild Bill Hickock, Sitting Bull – die legendären Gestalten des Wilden Westens treffen sich ein letztes Mal, bevor ihre Zeit endgültig vorbei ist. Larry McMurtry erzählt von Calamity Janes Briefen an ihre Tochter, die sie nie gekannt hat – und von der Wehmut einer Frau, die zu spät erkennt, dass die Welt, in der sie lebte, schon nicht mehr existiert.
Larry McMurtry, der Pulitzer-Preisträger und Autor von „Lonesome Dove“, zeigt in „Buffalo Girls“ sein feinstes Können. Er nimmt historische Figuren und gibt ihnen eine innere Welt, die tief berührt. Calamity Jane ist kein Klischee, sondern ein Mensch voller Widersprüche – hart und verletzlich, frei und einsam.
Das Buch ist eine Meditation über das Ende der Frontier-Ära und über die Menschen, die in diesem Wandel gefangen sind. Es ist Western und Elegie zugleich – ein würdiger Abschied von einer Zeit, die in der Wirklichkeit nie so war wie im Mythos.
Für alle, die nach Western-Literatur suchen, die über Schießereien hinausgeht. McMurtry zeigt, dass das Genre bei richtiger Behandlung große Literatur sein kann.
Taschenbuch | 304 Seiten | Heyne Verlag | 1991 (dt. Erstausgabe)

Walter Struck –
McMurtry ist einer der besten Western-Autoren aller Zeiten, und Buffalo Girls zeigt warum. Die Figur der Calamity Jane ist vielschichtig und menschlich – kein Klischee. Der melancholische Ton passt perfekt zum Stoff. Wer Lonesome Dove geliebt hat, wird auch dieses Buch lieben.
Brigitte Engel –
Ein anderer Western – poetisch, nachdenklich, traurig. McMurtry beschreibt das Ende einer Ära mit großer Einfühlsamkeit. Die Briefstruktur macht das Buch besonders persönlich. Nicht für Leser, die nur Action wollen – aber für alle, die Tiefe schätzen, ein Highlight.