Von Karin Slaughter | HarperCollins | ISBN: 978-3-7325-4871-9
Zwei Schwestern werden auf dem Schulweg von einem Fremden überfallen. Nur eine überlebt. Dreißig Jahre später glauben Charlie und Samantha Quinn, das Trauma hinter sich gelassen zu haben – bis ein Schulangriff die Erinnerungen zurückbringt und alte Wunden aufreißt.
Karin Slaughter ist bekannt für ihre unnachgiebige, schonungslose Erzählweise. „Die gute Tochter“ ist ihr persönlichster und bewegendster Roman – ein Buch, das den Leser von Anfang bis Ende fordert und nicht loslässt. Slaughter zeigt, wie Traumata Familien über Generationen prägen und wie Menschen mit dem Unsagbaren leben lernen.
Die Charakterzeichnung ist meisterhaft: Charlie und Sam sind keine Heldinnen aus dem Lehrbuch, sondern echte, fehlerhafte Menschen, die mit ihren Dämonen ringen. Die Struktur des Romans – mit Zeitsprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart – macht das Lesen zu einem emotionalen Erlebnis.
Wer empfindlich ist, sollte sich auf intensive Szenen einstellen. Wer Substanz sucht, findet hier einen Thriller, der weit über Unterhaltung hinausgeht. Eines der besten Bücher aus Karin Slaughters beeindruckendem Œuvre.
Taschenbuch | 512 Seiten | HarperCollins | 2017

Hannelore Stumpf –
Karin Slaughter schreibt so direkt und schonungslos, dass es einem den Atem verschlägt. Die gute Tochter ist kein Buch für Zartbesaitete, aber es ist ein außergewöhnlich kraftvolles Werk. Die Charaktere sind tief, das Trauma ist echt – ich hab geweint und dabei nicht aufgehört zu lesen.
Dieter Brunner –
Intensiv, ehrlich und fesselnd. Slaughter zeigt, wie tief Traumata in eine Familie einschneiden können. Der Schreibstil ist roh und direkt, was perfekt zur Geschichte passt. Einer der stärksten Psychothriller, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.